Monat: April 2018

Honeymoon im Teich: Klappe 1 Der Bitterling

Sabine hat schon vor zwei Wochen 5 Teichmuscheln besorgt, die zum Liebesleben der Bitterlinge im Teich unbedingt notwendig sind. Denn beide Tiere sind eng miteinander verbunden, zumindest bei der Aufzucht ihrer Jungen.

Bitterlingsmännchen

Bitterlingsmännchen mit seiner Teichmuschel!

Kirschblütenregen

In unserem Garten wachsen zwei Vogel-Kirschbäume (Prunus avium) und eine süße Knorpelkirsche (Prunus Zuchtform). Die Vogel-Kirschen sind von selbst aufgegangen, wahrscheinlich wie der Name schon sagt, durch Vögel verbreitet. Die unglaublich vielen Blüten sind eine Bienenweide – bei Sonnenschein surrt es richtig laut unter dem Baum. Leider verblühen die Blüten sehr schnell und unzählige kleine, weiße Blütenblätter fallen jetzt wie Schneeflocken zu Boden.
Die Blätter entfalten sich nach der Blüte. Am Ende des Blattstiels unterhalb des grünen Blattes sitzen „extraflorale Nektarien“. Das ist ein spezielles Gewebe, das süßen Zuckersaft (Nektar) produziert. Und weil sich diese Nektarien außerhalb der Blüte befinden, nennt man sie extrafloral. Den Nektar sammeln Ameisen, zum Dank entfernen sie Schadinsekten, die auf der Kirsche ihr Unwesen treiben.
Im frühen Herbst trägt die Vogel-Kirsche viele, kleine Kirschen. Nicht nur Vögel auch Mäuse haben die roten Steinfrüchte gerne. Ich finde immer wieder richtige Vorratslager von Kirschkernen unter Holz- oder Steinverstecken. Und im Frühjahr gehen dann dutzende kleine Wild-Kirschensämlinge auf, die ich akribisch ausjäte. Denn wenn ich welche übersehe, ist es unglaublich mühsam den jungen Kirschbaum wieder auszureißen.
Die süße Knorpelkirsche hat ebenso viele weiße Kirschblüten, nur die Fruchtbildung ist stark Wetter abhängig. Regnet es zur Blütezeit oder kurz danach sehr viel, werden sie von Pilzen aller Art befallen und die Früchte fallen frühzeitig ab. Gegen die Kirschfruchtfliege werden wir heuer klebrige Gelbtafeln aufhängen. Die Fliege verwechselt die gelbe Falle mit einer gelben Kirsche und bleibt dann kleben. SM

 

Hänsel und Gretel. Warum das Lungenkraut blaue und rosa Blüten hat.

Im Wald  und im Naturgarten blüht jetzt eine Pflanze die heißt Lungenkraut, weil ihre Blätter Lungen ähnlich schauen sollen. Aber im Volksmund heißt sie auch Hänsel und Gretel. Dieser Name ist viel treffender. Die Pflanze hat nämlich blaue und rosa Blüten. Die Blüten sind zuerst rosa und werden dann blau. Tja und wenn  eine Pflanze ihre Blüten umfärbt muss was dahinter stecken.

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Die Mauerbienen – jede eine Königin!

Mauerbienen leben in keinem Staat. Jedes Weibchen ist eine Königin, legt Eier und sorgt dafür, dass ihr Nachwuchs beste Bedingungen bekommt.

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Paarung: das kleinere Männchen hat eine weiße Gesichtsbehaarung.

Erste Igel unterwegs

Gestern bin ich einem kleinen Igel begegnet. Allerdings ist das an sonst nachtaktive Tier am Tag unterwegs gewesen. Das ist leider kein gutes Zeichen. Entweder wurde er beim Schlaf in seinem Winterquartier gestört, war sehr hungrig oder krank. Er irrte jedenfalls durch den Garten und schlief dann eingerollt mitten in der Wiese ein.