Im Garten verschollen

Die schönste Zeit im Garten ist bei uns wohl der Mai, heuer etwas ungewöhnlich, da viele Pflanzen früher blühen als sonst. Im Gemüsebeet ist besonders viel Arbeit – gießen, jäten, setzen, ernten UND Schnecken absammeln. Und da die Plagegeister erst so ab 22 h aus ihren Verstecken kriechen, bin ich dann nochmals zwei Stunden beschäftigt. Bis jetzt habe ich und Silvia schon 5600 Schnecken erledigt, mindestens 3000 im Gemüsebeet – klingt wirklich unvorstellbar.

In Massen finde ich hauptsächlich die Genetzte Ackerschnecke. Sie schlüpft im Juni – heuer wegen der warmen Temperaturen etwas früher – und frisst alles: Salat, Bohnen, Radieschen, Zwiebel etc. Ausgewachsen wird sie nur max. 4-6 cm lang, die Exemplare, die ich finde, sind oft nur wenige Millimeter groß. Dementsprechend schwierig ist es, sie aus dem Gemüse zu fischen: bei Berührung ziehen sie sich zu einem kleinen, schleimigen Tropfen zusammen, den man kaum fassen kann. Aber inzwischen habe ich eine perfekte Technik entwickelt: die Hand in Gesteinsmehl tauchen und schon bleiben sie kleben.

Unter Tag verziehen sie sich unter den Salat und besonders gerne unter Mulch und in kleine Bodenritzen. Das heißt, ich habe alles getan, was man in einem biologisch bewirtschafteten Gemüsebeet NICHT macht: Mulchschicht abgeräumt, Boden teilweise umgegraben und – es fällt mir richtig schwer zu schreiben- den Boden festgeklopft. Letzte Nacht waren es nur mehr 150 Schnecken, d.h. es wird langsam besser. Und ich werde nicht aufgeben, auch wenn ich schon etwas müde und mürbe bin.

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