Hintergrundwissen

Mulchen im Gemüsebeet

In der Natur findet man – außer wenn der Mensch eingegriffen hat – keine Bereiche, wo die Erde offen und unbedeckt ist. Gräser, Wildkräuter, Steine oder Laub liegen der obersten Humusschicht auf. Tut sich eine Lücke auf, ist diese nach kurzer Zeit wieder bewachsen. In einem biologisch bewirtschafteten Garten wird nach dem Vorbild der Natur offene Erde immer mit einer Mulchschicht bedeckt.

Unser Gemüsebeet mulche ich wöchentlich mit einer dünnen Grasschicht, klein geschnittenem „Unkraut“, das beim Jäten anfällt oder Kräuter wie Frauenmantel, Beinwell, Brennnessel und Schnittlauch. Das Mulchmaterial bringe ich zwischen den Pfanzen und auch auf den Wegen so dünn auf, dass es innerhalb eines Tages abtrocknet und sich nach einer Woche schon so mit der Erde verbunden hat, dass man es kaum mehr sieht. Ist die Muchschicht dünn, können sich keine Nacktschnecken darunter ansiedeln.

Das Bedecken der obersten Humusschicht hat viele Vorteile: Unkrautsamen können nicht keimen, die Erde kann nicht so schnell austrocknen, unter der Mulchdecke herrschen gleichmäßig warme Bedingungen und bei starken Regengüssen ist die Erde vor Verschlämmung besser geschützt. Aber das allerwichtigste, das ich beobachtet habe ist, dass sich durch das regelmäßige Mulchen der Humusanteil im Boden unglaublich erhöht hat. Regenwürmer, Springschwänze, Asseln, Saftkugler, Milben u.v.m. fressen das abgestorbene Pflanzenmaterial und wandeln es in Humus und für Pflanzen verfügbare Nährstoffe um.

Rindenmulch und Häckselgut von Bäumen und Sträuchern sind zum Mulchen ungeeignet. Der Boden kann dadurch versauern und beim Abbau des kohlenstoffreichen Holzes verbrauchen die Mikroorganismen viel Stickstoff, der dann als Dünger fehlt.

 

 

 

 

Hummeln

Bald kann man sie wieder brummen hören –  die Hummelköniginnen auf Nestsuche. Die begatteten Jungköniginnen haben den Winter gut geschützt in der Erde verbracht. Jetzt suchen sie einen Platz, um einen Sommerstaat zu gründen. Je nach Art – bei uns gibt es ca. 35 Arten – nisten sie unter- oder oberirdisch. Die Erdhummeln nehmen gerne aufgelassene Mäusenester an, das vorgefundene Nistmaterial wird zum Bau des eigenen Nestes verwendet.

Bis die ersten Arbeiterinnen nach ca. drei Wochen schlüpfen, muss die Jungkönigin alle Arbeit alleine machen. Zunächst baut sie ein ca. 5mm großes Wachsnäpfchen, befüllt es mit Pollen und Eiern und verschließt es. Aus dem gleichen Material baut sie einen Honigtopf, den sie mit dem brühmten Hummelhonig füllt. Dieser eiserne Proviant hilft ihr, Schlechtwetterperioden zu überstehen. Wenn die Arbeiterinnen geschlüpt sind, nehmen sie der Königin die Brutpflegetätigkeiten ab und sie kann sich ihrer Hauptaufgabe, dem Eierlegen widmen.

Der Staat wird im Laufe des Sommers immer größer. Am Höhepunkt der Volkentwicklung werden nur noch Königinnen und Drohnen aufgezogen. Wenn diese Geschlechtstiere das Nest nach und nach verlassen, sterben die Arbeiterinnen und die „alte“ Hummelkönigin und der kleine Staat geht zu Grunde.

Die Hummeln sind friedliche Brummer, die nur in äußerster Notwehr stechen. Der Stachel ist mit vier kleinen Widerhaken ausgestattet. Dieser ist im Gegensatz zur Honigbiene im Hinterleib fest verankert, daher können sie mehrmals stechen. Allerdings nur in Rückenlage, da der kräftige Stachel ein Widerlager braucht.

Hummeln kommen bevorzugt in kühleren, winterkalten Gebieten vor. Ihre robuste Konstitution, der gedrungene, massige Körper, das dichtbehaarte Pelzgewand und eine „Wärmepumpe“ sind Anpassungen an ein kaltes Klima. Ein Brustmuskel, der nahezu den ganzen Brustraum ausfüllt, ist das Geheimnis ihrer Wärmefestigkeit. Sie können schon vor dem Start, mit Hilfe dieses Muskels ihre Körpertemperatur von 6° auf 37° aufheizen. Das macht sie zu zuverlässigen Bestäubern, vor allem bei Schlechtwettereinbrüchen im Frühjahr.

Hummeln stellen – bis auf das kleine Honigtöpfchen am Anfang des Jahres – keinen Honig her. Sie haben aber als Bestäuber von Wild- und auch Kulturpflanzen eine erhebliche Bedeutung.

Hummelfreundlicher Garten: Ein Angebot an verschiedenen Pflanzen wie Weidenkätzchen, Borretsch, Himbeeren, Taubnesseln, Kleearten, Disteln, Wicken, Lerchensporn, Heckenkirschen etc. liefern Nektar und Pollen. Aufgelassene Mäusenester oder eine Steinmauer mit Hohlräumen können Nistmöglichkeiten bieten. Für das Aufstellen von Hummelnistkästen benötigt man etwas Erfahrung und ein umfangreiches Hintergrundwissen. SM

Vitamin D – Vorräte aufgebraucht?

Um diese Jahreszeit haben viele Menschen einen unbemerkten Vit. D Mangel.  Wir nehmen Vit. D nur in geringer Menge über die Nahrung auf. Den größten Teil des benötigten Vitamins produziert unser Körper selbst:  unter Sonneneinstrahlung wird in der Haut eine Vorstufe des wichtigen Vitamins (Prävitamin D3) hergestellt, aus dem unter Wärmeeinwirkung das aktive Vitamin D entsteht.

In unseren Breitengraden ist die Sonneneinstrahlung allerdings nur zwischen April und September stark genug, um ausreichend Vit. D herzustellen. Im Herbst und Winter greift unser Körper deshalb auf seine eigenen Vit. D Vorräte (Fettgewebe, Muskeln) zurück. Denn für den Knochenstoffwechsel, für Niere, Haut, Darm, das Immunsystem  etc.  ist dieses sonnenhungrige Vitamin unverzichtbar.

Vorkommen: fetter Fisch (Hering, Bückling), Eigelb, fettreiche Milchprodukte (Käse, Sahne, Butter), Leber, Avocado, Pilze

Übrigens: die Vitamin D Produktion der Haut nimmt mit dem Alter ab.

Meine Empfehlung: Nehmen sie regelmäßig ein winterliches „Sonnenbad“ – Pullover und Hosen hochkrempeln und zur Mittagszeit 20 Minuten in die Sonne!  Essen sie besonders in der dunklen Jahreszeit vermehrt Vitamin D reiche Nahrungsmittel. Und um der durch Vit. D Mangel ausgelösten Osteoporose vorzubeugen,  sollte man Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. SM

 

 

 

 

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