Arbeiten im Garten

Der Naturgarten im Herbst

Zurückgeschnittene Stauden, sauber gejätete Beete und Blumenrabatte, ein kurz geschnittener Rasen und  gefegte Wege – dieses Bild von einem „ordentlich“ gepflegten Garten hat uns geprägt – auch mich. Besonders vor dem Winter möchte man noch alles in Ordnung bringen und da bin ich manchmal wirklich gefordert, den Sinn eines Naturgartens nicht gänzlich zu vergessen.

Wie habe ich mich gefreut, dass Frösche, Kröten, Molche & Co unseren Garten als Lebensraum entdeckt haben! Doch wo überwintern diese Tiere? Unter dem schützenden Laub überwintern Molche, Käfer und Spinnen, unter den Pflanzenpolstern und Steinen Kröten und Frösche und an den Zweigen der Stauden Schmetterlingspuppen.

Im Spätsommer habe ich schon einige Überwinterungsmöglichkeiten „gebaut“: die Erde wird etwas abgegraben und die Mulde mit weichem Kompost bzw. Blumentopferde gefüllt. Darüber kommt ein Dach aus einem Holzbrett, einem flachen Stein oder einem Dachziegel. Das Winterquartier für Molche, Frösche und Kröten wird zusätzlich mit einigen Steinen abgedeckt.

Mädesüß, Blutweiderich und Malven habe ich Anfang September auf die Hälfte eingekürzt – so können verschiedene Insekten daran überwintern und es schaut trotzdem „ordentlich“ aus.

Nachdem mich letzte Woche unter den Geranienblättern ein Molch angeschaut hat, habe ich das schützende Blätterdach wieder auf ihn drauf gelegt und warte einfach auf das Frühjahr mit dem sauber machen.

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Das Laub auf den Beeten entferne ich nur teilweise und vor allen nur mit der Hand. Nachdem ich vor Jahren einem kleinen Frosch ein Bein abgeschnitten habe, verwende ich die Schere nur sehr vorsichtig und auch der Rechen kann für so zarte Tiere das Ende bedeuten. SM

Rodung mit Hilfe

Der Entschluss, die Sicht zu verbessern und einen nicht heimischen Strauch zu entfernen, war rasch gefasst. Aber die Arbeit …

 

Wir haben uns getraut!

Gestern haben wir zum ersten Mal die Obstbäume selbst geschnitten! Einfach rauf auf die Leiter und das, was wir schon 100x gelesen haben in die Tat umgesetzt: senkrecht nach oben stehende Wassertriebe, nach innen wachsende oder sich überkreuzende Äste wegschneiden. Und der Rest war Intuition. Und es ist wirkich gelungen!

 

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