Das Gemüsebeet im Winter

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2018 haben wir trotz des heißen und trockenen Sommers unglaublich viel geerntet. Unmengen an Gurken, Kraut, Tomaten, Suppenwürze sind eingeweckt, Marmelade eingekocht, Tee- und Gewürzkräuter und Apfelringe getrocknet und Gemüse und Obst eingefroren. Ach ja das Wintergemüse, das noch draußen und im Glashaus steht, hab ich ganz vergessen. Ich befürchte, ich habe etwas übertrieben ……. SM

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Suppenwürze

Lauch, Sellerie, Petersilwurzeln und ein paar Karotten stehen noch am Gemüsebeet und müssen vor dem Frost dringend verarbeitet werden. Also ab ins Glas zu einer pikanten Suppenwürze. SM

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Hornissen – noch immer unterwegs

Obwohl es für diese Jahreszeit etwas ungewöhnlich ist, sehe ich ab und zu noch immer Hornissen durch den Garten fliegen. Ihre erstaunliche Größe – die Königin kann bis 3,5 cm und die Arbeiterinnen bis 2,5 cm lang sein – machen diese sozial lebenden Faltenwespen etwas unheimlich und es ranken sich einige Gruselgeschichten um diese eigentlich friedlichen Tiere: „7 Stiche töten ein Pferd, 3 Stiche einen Menschen.“ – tatsächlich ist die abgegebene Giftdosis geringer als bei der Honigbiene, das Gift nicht stärker – außer man hat eine Allergie, und aggressiv werden sie nur, wenn man näher als 2 m an das Nest herangeht. Und wenn ich so überlege, ich kenne niemanden, der je von einer Hornisse gestochen worden ist.

Das Nest der Hornissen besteht nur über die Sommerzeit, im Herbst fliegen die Jungköniginnen aus und werden von den Männchen, den Drohnen befruchtet. Mit den ersten Frösten geht der Hornissenstaat mitsamt der alten Königin zu Grunde, auch die Drohnen sterben.

Die befruchtete Jungkönigin sucht sich ein Winterquartier zwischen Holzspalten, in Totholz, unter Rindenstücken oder auf Dachböden. Im April „erwacht“ sie aus ihrer Winterruhe, sammelt Holzfasern, die sie mit Speichel zu einem pergamentartigen Material verarbeitet und beginnt mit dem Bau einen Nestes. Bis die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind, vergehen rund 50 Tage, dann widmet sich die Königin nur mehr dem Eier legen. Das Nest eines Hornissenvolkes ist im Gegensatz zu einem Wespennest nach unten immer offen, die Farbe ist gelb bis rotbraun.

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Für das ökologische Gleichgewicht sind Hornissen sehr wichtig: sie füttern ihre Nachkommen mit Insekten aller Art und da das Volk mehrere hundert Individuen stark sein kann, wird einiges an Insekten verspeist.

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Wir haben jedes Jahr Hornissen in unserem Garten, leider haben wir das Nest noch nie entdeckt. Nur beim Wasser trinken und Holz abschaben haben wir sie beobachtet und wenn sie, fast etwas schwerfällig, durch den Garten fliegen. SM

 

 

Wohin im Winter?

Für unsere Tiere ist am Winter das Schlimmste die Kälte und der Nahrungsmangel. Darum verlassen uns viele Zugvögel. Aber was machen die Tiere, die nicht weg können? Auch sie müssen mit Nahrungsmangel und Kälte zurecht kommen.

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junge Glattnatter

Der Naturgarten im Herbst

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Nach den letzten Herbststürmen und kalten Nächten ist das Ende des heurigen Gartenjahres nicht mehr zu leugnen. Unmengen von Blättern, verwelkten Pflanzen und was mich immer wieder fasziniert – die langsam lichter werdende Vegetation.

Und wie jedes Jahr der gleiche Konflikt: schnell noch alles ordentlich aufräumen, die Beete abräumen und die Pflanzen sauber zurückschneiden – oder an die Frösche, Kröten, Molche, Schmetterlingspuppen & Co denken, die sich bereits ein Winterquartier gesucht haben? SM

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Pflanzenalbum

Efeu und Eisenhut beginnen bald zu blühen und dann beginnt für mich unausweichlich der Herbst. Da heuer der heiße Sommer bei vielen Pflanzen die Blühzeiten um bis zu 3 Wochen vorverlegt hat, gehen jetzt einige wie Himmelschlüssel, Sonnenröschen oder Frauenmantel in eine zweite Blüte.

Das Projekt Pflanzenalbum war für mich und meinen Garten eine Bereicherung. Ich habe von ein paar Pflanzen – vor allem von einigen Gräsern – den Artnamen nicht gewußt. Die große Überraschung war der Gilbweiderich. Ich war überzeugt, dass diese für bestimmte Wildbienen so wichtige Pflanze die Art Lysimachia vulgaris bzw. Gewöhnlicher Gilbweiderich ist. Doch es ist eindeutig, der aus S-Europa stammende Punktierte Gilbweiderich oder Lysimachia punctata. Der auffälligste Unterschied sind die behaarten Blätter, die beim Gemeinen Gilbweiderich kahl sind. d.h. im Winter werde ich mich umschauen, wo ich Samen oder evtl. Pflanzen bestellen kann.

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Punktierter Gilbweiderich – Lysimachia vulgaris

Auch hat mich das Projekt Pflanzenalbum animiert, wieder mehr auf die Vielfalt zu achten. Mit der Zeit erobern konkurrenzkräftige Arten wie die Akelei oder der Frauenmantel Beet für Beet und schwächere Arten verschwinden. Ich habe heuer mindestens 20 neue Arten wie den Natternkopf, das Gemeine Leinkraut, Sterndolde, verschiedene Skabiosen etc. neu gepflanzt – und für nächstes Jahr gibt es schon Ideen.

Alle habe ich nicht „erwischt“ – die kommen nächstes Jahr dazu. SM

 

Elegante Verbreitung – die Mauereidechse

Noch in den 60ziger Jahren lag die nördlichste Verbreitung der Mauereidechse bei Brixen. Wie ist sie zu uns gekommen?mauereidechse Zu Fuß wäre es sich in den fast 60 Jahren seither vielleicht auch ausgegangen, aber die Mauereidechse hat eine elegantere Lösung gewählt. Sie ist mit dem Zug gefahren. Es gibt Hinweise darauf, dass sie sich vor allem entlang der Bahnstrecken ausgebreitet hat. Die Mauereidechsen können nämlich ganz ausgezeichnet klettern. Wahrscheinlich sind sie sie in die Bahnwaggons geklettert und als blinde Passagiere mitgefahren und haben in den nächsten Orten optimale Lebensbedingungen gefunden.qq9a3987_bildgrc3b6c39fe-c3a4ndern.jpg

Wer wissen möchte, ob die Eidechsen im Garten  Zaun- oder Mauereidechsen sind,  braucht nur darauf zu achten, ob die Eidechsen klettern. Wenn sie Hausmauern hinauf und hinunter klettern, sind es sicher Mauereidechsen. SH

Der Vorteil einer schlanken Taille

p1010046-e1533729324478.jpgSie lösen meist Angst aus, diese schlanken Insekten mit der ganz schmalen Taille und dem langen Stachel. Nur der Stachel ist gar keiner, sondern ein weiches Legerohr, das nicht durch unsere Haut kommt. Sie heißen Schlupfwespen. Für uns sind sie völlig ungefährlich.

Kostbare Zwiebelernte

Heuer wollte ich so viele Zwiebel pflanzen, dass die Ernte bis nächstes Jahr reicht. Aber wie das eben so ist, kommt es meist anders als geplant.

Die biologischen Steckzwiebel bestellte ich im Internet, da ich in keinem Geschäft Bio Steckzwiebel finden konnte. Den Boden bereitete ich sorgsam vor: in die gut gelockerte Erde (Sauzahn) arbeitete ich Schafwolldünger und Kompost ein und zum Schluss kam noch eine Prise Fledermausdünger darüber. Zeitgerecht wie noch nie steckte ich die Unmengen an Zwiebelchen (Schalotten und „normale“ Zwiebel) – beim Bestellen per Internet habe ich offensichtlich immer das Gefühl, es könnte zu wenig sein.

Über die ca 500 Zwiebelchen machten sich dann die Schnecken her, irgendeine Zwiebelkrankheit ließ mehr als die Hälfte verfaulen und ein guter Teil ist einfach mysteriöserweise im Erdboden verschwunden.

Die bescheidene Ernte ist nahezu in Gold aufzuwiegen und deshalb habe ich Rotwein Schalotten daraus gemacht. SM

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Gurkenzeit – Senfgurken

Seit Wochen freue ich mich auf diesen Moment: die große Gurkenernte hat begonnen. Heuer habe ich 3 Gurkenpflänzchen gesetzt. Schafwolle, Kompost und Fledermaus-dünger waren die Starthilfe, zusätzlich habe ich heuer auch zum ersten Mal ein Schafwollfließ aufgelegt. Und wie man sieht, hat sich alles sehr gut bewährt: das Schafwollfließ unterdrückt das Unkraut und haltet wirklich die Schnecken auf Distanz. Der Dünger war wohl auch richtig dosiert – die Blätter sind groß, gesund und dunkelgrün, der Geschmack der Gurken ist herrlich, das Fruchtfleisch fest und knackig.

2 Kübel Gurken habe ich geerntet – 19 Gläser Senfgurken sind das Ergebnis. SM

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